Reykjavik

In und um die Hauptstadt Islands wohnen 64 % der Bevölkerung. Bevor wir aber ins Zentrum des Geschehens schreiten, besuchen wir noch einen Kraftplatz.

Es ist ein kalorisches Kraftwerk, nur dass die Isländer nicht sinnbefreit Kohle oder andere fossile Brennstoffe verheizen, sondern die Geothermie nutzen. Aus über 4 km Tiefe wird der heiße Dampf zuerst in einzelne Bereiche gespalten und dann Stein erzeugt. Das aufgespaltene CO2 wird anschließend wieder mit Wasser nach unter gepumpt und verbindet sich im Laufe von nur zwei Jahren mit Basalt zu festem Stein. Diese Innovation (schon seit 2017) war für mich komplett neu.

Dieses Kraftwerk deckt mit den sieben Turbinen 17 % des Energiebedarfs von Island. Die Wärme wird aber auch als Fernwärme genutzt. Das Leitungsnetz würde bis Mailand reichen.

Reykjavik ist bunt. Bunte Häuser, bunte Straßen, bunte Schlangen auf den Gehsteigen. Neben alten Häusern ragen auch sehr moderne Gebäude gen Himmel. Wie auch die Orgelkonzerthülle. Die ist aber alles Andere als bunt, hat aber Bankreihen mit Wendelehne, um die Orgel auch von hinten zu hören.

In Reykjavik ist auch das einzigartige Phallusmuseum. Schon bei der Ankunft am Flughafen vor vielen Tagen wurden wir darauf hingewiesen. Jetzt kenn ich mich aus, angefangen vom Hamster, über Pferde bis hin zum Pottwal.

Ansonsten gleichen Zentren – ein Devotionalienladen neben dem anderen. Wir spüren schon etwas die Strapazen des Reisens und sitzen am Vogelteich und Stunden später im Hotpot. Immer frisches heißes Wasser hat schon einen Charm.

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